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Nachtrag vom Freitag, also know as "Fear & Loathing at McDonald's"

Ich sitze bei McDonald's in Floridsdorf - der Zufall hat mich hereingeweht wie Herbstlaub. Aus der Konserve säuselt Dido und in mir drinnen macht sich ein wenig wundersame Wochendstimmung breit.
Links von mir sitzt ein etwa 4-jähriges, kleines Mädchen, das seiner etwa 2 Dutzend Jahre älteren Mama wie aus dem Gesicht gerissen ist. Sie könnten in der Tat Schwestern sein. Ich beobachte sie ein wenig und habe sie binnen Minuten in mein Herz geschlossen. Die Frau Mama fragt ihre Tochter, was sie denn wohl essen möchte, was diese mit strahlenden Augen, einem breiten Lächeln und einem schulterzuckenden "Weissnicht?" quittiert. Die Frau Mama schlägt daraufhin was vor, die Tochter ist begeistert und kurz darauf essen beide zufrieden.

Auftritt: die Sturmtruppen.
Es wirken mit:
ein Hund (Promenadenmischung, was aber für diese Geschichte eine irrelevante Information ist)
eine Frau Mutter (hager, etwa 1,70 groß, solariumbraun-ledrige Haut, gebleichte Strähnchen, verhärmter Gesichtsausdruck, Jeans und Turnschuhe)
der Herr Vater (kleines Bauchi, Microsoft-Sweater, Brille, nerdiger Stirnrunzel-Blick unter Halbglatze, Jeans und Turnschuhe)
der Herr Sohn (Volksschulalter, eine gebleichte Strähne, Jeans, Turnschuhe)
und die Frau Tochter (Volksschulalter, gefärbte Strähnchen, und, richtig, Jeans und Turnschuhe).
Die Frau Mutter befiehlt: Da, am mittlern Tisch sitz ma!
Sie ruft den Herrn Vater zur Räson: Heeeast, wo bleibstn?!
Die Kinder werden instruiert: Ausziehen!

Spätestens seit meiner Zeit beim Heer werde ich innerlich ziemlich unentspannt, wenn Menschen geringen IQs ihre Schutzbefohlenen anschreien. Wenn ich gleich daneben sitze, sowieso. Und bei solchen Kommandos obendrein.
Ich wollte doch bloß ein wenig in der "Zeit" lesen und an meinem Cola nuckeln, und dann kommt dieser Familien-Feldwebel, der mich nur mehr an eines denken läßt: I put a fuckin' gun in your ass and pull the fuckin' trigger until it goes "click". (The Big Lebowski)

Nach erfolgter Futterbesorgung dann der Feldwebel zur leicht abwesend wirkenden Tochter: Julia! Wir essen jetzt!
Und, um dem ganzen die humoristische Krone aufzusetzen, zum Hund: PLATZ!
Interessanterweise hat sich aber niemand an das gehalten, was sie sagte. Oder im Falle des Hundes, Gottseidank. Der ist nämlich nicht geplatzt, sondern erfreut sich bester Hundegesundheit.
Die Kinder haben sich, trotz Verbot, mit dem Spielzeug aus dem Happy Meal gespielt.
Der Herr Papa ist, trotz Urgenz, weiterhin darüber in Lethargie verfallen.

Ob denen wohl klar ist, was sie da tun?
Ich hatte jedenfall ein ziemliches Bedürfnis, gewisse Dinge mit dem weiblichen Feldwebel zu tun...
reserveverlockung meinte am 29. Aug, 20:12:
Danke für diese detailgetreue Ausführung, bis anhin wusste ich zwar, dass der Food von McDonalds (auch wenn er auf der ganzen Welt genau gleich riecht und schmeckt) meinem Magen nicht zuträglich ist und der sich sogleich mit heftigen Übelkeitsanfällen in militärischem Aufstand übt. Nun weiss ich aber auch noch, dass das Volk, das sich um diese ständig dreckigen Tischchen schart auch noch in militärischer Penetranz verköstigt.

Danke Danke ... nun werde ich meinem armen kleinen feinfühligen Wesen wohl NIE wieder so etwas gemeines antun ... 
weib meinte am 30. Aug, 11:02:
ups, den letzten satz verstand ich erst beim zweiten lesen. und ich dachte schon, du hättest gewisse bedürfnisse die erste mutter betreffend. 
MrNilson meinte am 31. Aug, 21:41:
Bin da sowas von dir, mein lieber Fierce ... eins warat ma nur wichtig: Der MacD kann da gar nix dafür. Ich fürchte, es liegt noch nicht mal an Dido. 
Fiercedragon antwortete am 31. Aug, 22:00:
genau, der macD bekommt in diesem fall die generalabsolution erteilt. zwar ist gerade die floridsdorfer filiale ein interessanter schmelztiegel von menschen, die eher nicht "free minds" sind, aber das macht ja nix. gar nix.
ein ursächlicher zusammenhang zwischen frau dido und den sturmtruppen kann glaub ich auch ausgeschlossen werden.
und der hund kann am allerwenigsten dafür. ich wär sogar im sinne einer systemischen lösung dafür, dass der hund für ein monat die führung der familie übernimmt. da könnten die anderen wahrscheinlich ordentlich was lernen
 
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